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Heißleime
Seit wenigstens vier Jahrtausenden finden Leime tierischen Ursprungs in der Holzverarbeitung Verwendung. Sie sind alterungsbeständig, durch Erhitzen wieder lösbar und deshalb besonders reparaturfreundlich. Diesen Eigenschaften haben wir es zu verdanken, dass z. B. eine Stradivari-Geige 300 Jahre nach ihrer Entstehung noch unser Ohr erfreut. Wer sich mit der Restaurierung von Holzobjekten befasst und den natürlichen Charakter des Werkstoffs nicht beeinträchtigen möchte, wird deshalb auch heute noch auf Glutinleime vertrauen. Unverzichtbar sind Heißleime auch in der Malerei und beim Vergolden, wo sie als traditionelle Grundiermittel eingesetzt werden. Entgegen landläufiger Meinung ist die Verarbeitung von Heißleimen relativ unkompliziert. Durch Zugabe von kaltem Wasser lässt man den Leim vorquellen und erhitzt ihn dann schonend im Wasserbad. Dabei darf eine Temperatur von maximal ca. 70°C nicht überschritten werden, um die Proteine und damit die Leimkraft nicht zu beeinträchtigen. Man sollte jeweils nur soviel Leim ansetzen, wie am selben Tag verbraucht wird
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